Google veröffentlicht Tool für die Web-Traffic-Analyse
Kategorie: Google, Marktüberblick, Suchmaschinen14. November 2005

Nun ist es endlich soweit: Google startet eine kostenlose, web-basierte Analysesoftware, offen und praktisch für jedermann und entgegen dem Irrglauben mancher User diverser Blogs und Foren, auch für nicht AdWords-Kunden einsetzbar.
Das neue Produkt “Google Analytics” ist eine Fortentwicklung der Urchin-Software, welche man im März 2005 übernommen hatte. Angeblich sollen 30 Millionen Dollar von Google gezahlt worden sein.
Schon damals bei der Übernahme hieß es bei Google, man wolle die Analyse-Software Web Site Betreibern und Marketers überlassen “um diese in die Lage zu versetzen, ihre Werbeausgaben zu optimieren und ihre Web Sites effizienter zu machen”.
Zum Ärger aller Konkurrenten solcher Messinstrumente macht Google nun aber seine Ankündigung wahr und bietet eine kostenlose, web-basierte Analyse (auch in deutsch) für praktisch alle Site-Betreiber an. Diese müssen allerdings in der Lage sein, Zugriff auf den zu analysierenden Rechner zu nehmen, um dort im Header der HTML-Dateien eine JavaScript-Anweisung einzubetten. Dieses Script sorgt dafür, dass jeder Seiten-Aufruf auch bei Google registriert wird. So wird es erst möglich, eine externe Analyse durchzuführen.
Ganz nebenbei bedeutet das natürlich auch, dass nur die Besuche von Browsern registriert werden, bei denen JavaScript aktiviert ist. Doch das ist wahrscheinlich ein hinnehmbarer Informations-Verlust, denn es geht hier um die Messung des “Return of Investment” und das Erreichen der “Conversion Goals”, also der Zielwerte bei der Konvertierung der Besucher zum zahlenden Kunden. Da spielt die kleine Minderheit der sicherheitsbewussten Anwender keine große Rolle.
Überhaupt wird Google Analytics insbesondere den Kunden von Google Adwords angeboten und für diese wird auch das Limit der Page Impressions (5 Millionen/Monat) außer Kraft gesetzt. Allerdings kann ein Adwords-Konto schon durch die Einlage von 5 Dollar erworben werden.
Neben der Analyse der Besucheranzahl, Besuchsdauer und Besuchsfrequenz lassen sich auch Klickpfade abbilden und analysieren, unter welchen Suchbegriffen die Kunden in welchen Suchmaschinen gefunden werden. Google Analyticts warnt zudem vor Klickbetrug, indem Auffälligkeiten im Klickverhalten gemeldet und die Quelle aus der plötzlich besonders viele Klicks kommen, angezeigt werden kann.
Ansonsten scheint die Beschreibung und Einbettung des noch neuen Produkts noch nicht ganz gelungen. Denn wer die Software benutzen will, muss beispielsweise den “Terms of Service” der Google Services zustimmen. Dort wiederum wird die Nutzung auf private, nicht kommerzielle Zwecke eingeschränkt, was zu den oben genannten kommerziellen Zwecken nicht ganz passen will. Ein Beweis dafür, dass man bei Google offensichtlich schnell launchen wollte.
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