Google-Aktien klettern über die magische 400 Dollar Marke
Kategorie: Google, Suchmaschinen18. November 2005

Google jagt einen Rekord nach dem anderen! Am Freitag, nach Handelsschluss an der New Yorker Börse notierte die Google-Aktie 5,30 US-Dollar im Plus bei 403,45 US-Dollar, also über der für Aktienhandeltreibende wichtigen 400-Dollar-Marke. Dabei war das Papier im August 2004 für einen Ausgabekurs von 85 US-Dollar zu haben, kletterte aber bereits am ersten Handelstag über die erste Hürde von 100 Dollar.
Bei 179.123.000 ausgegebenen Aktien hat Google damit derzeit einen Marktwert von 112 Milliarden US-Dollar und übertrifft damit große Konzerne wie Coca-Cola, Cisco und Time Warner. Die beiden Google-Gründer Sergej Brin und Larry Page haben es dank der rasanten Entwicklung in der Forbes-Liste der 400 reichsten US-Amerikaner kürzlich unter die Top20 geschafft.
Einige Analysten in den USA glauben sogar, die Google-Aktie habe das Potenzial, auf 450 US-Dollar zu klettern. Im dritten Quartal seines Geschäftsjahres setzte Google knapp 1,6 Milliarden US-Dollar um und erwirtschaftete einen Nettogewinn von 381,2 Millionen US-Dollar.
Auf der Suche nach Erklärungen für das Google-Phänomen verweisen Analysten, darauf, dass Google mit einem Anteil von über 50 Prozent am Suchmaschinenmarkt eine Art Selbstläufer geworden ist. Potenzielle Werbetreibende zieht es in erster Linie zu Google, da auch sie wissen, dass der Name des Unternehmens zum Inbegriff für Suche im Internet geworden ist. Das Verb “googeln” hat Einzug in den Duden gehalten und steht dort für “Internetrecherchen mithilfe einer Suchmaschine durchführen“.
Doch insbesondere der Fall Microsoft, dürfte Google in Zukunft schwer zu schaffen machen. Meiner Meinung nach ist es so, als habe man ein schlafender Riese geweckt, der noch dem scheinbar unaufhaltsam aufstrebenden Konkurrenten hinterherhechelt: bei Suchmaschinentechniken, der Werbevermarktung, der Digitalisierung von Druckwerken und der Desktop-Suche. Mittlerweile haben die Redmonder sogar eine neue Strategie ausgegeben, die sich wie Googles Geschäftsmodell stark an das Internet anlehnt. Und es scheint so, als ob allein Aussagen darüber, dass Google eine Anwendungsfirma werden wolle, die infolge der Partnerschaft mit Sun aufkamen, Microsoft hektisch nach neuen Vertriebsmodellen für seine Software suchen lässt.
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