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Eine Handvoll Google im Container  

Kategorie: Gerüchte Küche, Google, Suchmaschinen
26. November 2005

Google
Der Star-Kolumnist Robert X Cringely, bekannt durch sein Buch “Accidental Empires” will eine Erklärung dafür gefunden haben, warum Google immer wieder im Zusammenhang mit der Anmietung ungenutzter (dunkle) Glasfaser-Verbindungen auftaucht.

Auf diversen Newsseiten und Foren wurde schon gemunkelt, Google könne am Aufbau eines eigenen “Backbone” arbeiten. Schon seit Monaten tauchen immer wieder in diesem Zusammenhang Gerüchte um sogenannte “dark Fiber” Verträge des Suchmaschinenspezialisten auf,
Mark Stephens alias “Robert X. Cringely” hält diese Ideen als unrealistisch. (schau an, noch einer) Das ISP-Geschäft sei “lausig” und alles, was über das einmalige Sammeln von Erfahrungen hinausgeht, schmälert lediglich die Gewinne. Womit Cringely meiner Meinung nach auf Googles Engagement in San Francisco anspielt, wo sich die Suchmaschine an einer Ausschreibung für den Aufbau eines WLAN-Netzes beworben hat.

Das Interesse Googles an Glasfaser-Verbindungen habe dagegen eine andere Ursache, so der Kolumnist. Und diese Ursache sei in einem Bereich der unterirdischen Parkhäuser am Firmenstandort in Mountain View zu finden, zu dem selbst die meisten “Googler” keinen Zugang erhalten: Ein Fracht-Container, vollgestopft mit Technik, der als Prototyp für Googles “Mobile Data Center” dient.

Google habe eigens zu diesem Zweck zwei Spezialisten angeheuert, die möglichst viel Technik in den 6 beziehungsweise 12 Meter langen Containern unterbringen können. “Wir sprechen von 5000 Opteron Prozessoren und 3.5 Petabytes an Speicherplatz, die von heute auf morgen von einer Zugmaschine” an einem beliebigen Ort abgesetzt werden können, meint Cringley.

Das ist allerdings nur an Orten sinnvoll, an denen Google auch über eine Glasfaserstrecke zu einem der nächsten Austauschpunkte (Peering Points) verfügt. Dort wäre es am sinnvollsten, ein Data Center zu etablieren, von denen - in konventioneller Form - Google heute schon 64 betreiben soll. Vor zwei Jahren war es noch ein einziges Data Center, in weiteren zwei Jahren könnten es dagegen schon mehr als 300 sein. Und das sei eben auch der Grund, warum Google ungenutzte Verbindungen anmietet und Container mit Computern, Kühlung und Stromversorgung vollstopft.

Ein möglicher Vorteil einer solchen Infrastruktur wäre es, die Verbreitung daten-intensiver Inhalte zu fördern, ihren Transfer zu beschleunigen. Das Stichwort hier lautet zunächst “Internet-Fernsehen”. Durch die verteilte Verbreitung solche Inhalte könnten Engpässe der heutigen Infrastruktur vermieden werden. Auch Probleme,wie sie sich zuletzt beim Test des “Google Web Accelerator” gezeigt haben, wären dann vermeidbar.

Google könnte sich mit einer solchen Entwicklung einen Vorsprung in einer Phase der Internet-Entwicklung verschaffen, in der Breitband-Zugänge hohe Wachstumsraten verzeichnen. Ob sich das für Google lohnt, wird sich allerdings erst in der Praxis zeigen. Doch das ist ein fester Teil des “Google-Weges”, wie das Forbes-Magazin bei der Beschreibung des “Ideas-and-Data Approach” bereits festgestellt hat.

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One Response to “Eine Handvoll Google im Container”

  1. googleguy:

    Link zum englischen Orginal-Artikel: http://www.webpronews.com/


    comment at 26. November 2005

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